Parse error: Missing ) in parenthetical in file '[inline]' on line 838 Tourismus: Zahlen, Daten, Fakten - Tirol - Urlaubsreisen Urlaubsinformationen Urlaub Ferien Reisen - Urlaubsinformationen

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Tourismus in Österreich in Zahlen und Diagrammen - eine kurze Analyse

Präambel

Immer wieder werden aus Ostösterreich tolle Zahlen präsentiert, wie stark man im Tourismus doch wäre. Auch in den Medien finden teilweise, sagen wir mal seltsame, Betrachtungen statt, die den Westen oft gänzlich aussparen. So geschehen auch letztens wieder in der Ausgabe der “Auto Touring” vom Februar 2026. Ein kleines witziges Detail am Rande: am Umschlag ist “Feb 25” aufgedruckt.
Der Beitrag “Park-Raum-Gestaltung” singt ein Loblied auf die Bikeparks in Österreich. Im ganzseitigen Artikel findet aber nicht ein einziger Tiroler Bikepark auch nur Erwähnung. Vom Semmering über Schladung und St. Corona am Wechsel schafft man den Sprung über den Schneeberg direkt nach Vorarlberg. Die Rede ist von den ältesten, tollsten, grössten und bekanntesten Bikeparks. Offenbar ist die Bike Republic in Sölden zu klein, zu jung und zu unbekannt, um auch nur eine Erwähnung wert zu sein.

Gerne werden dann im Zuge politischer Entscheidungen auf nationaler und EU-Ebene die mannigfaltigen Probleme Westösterreichs in Zeiten des Overtourism und Transitverkehrs kleingeredet und wenig beachtet. Daher habe ich mir die Mühe gemacht, und diesen Beitrag mit Zahlen, Daten und Fakten untermauert als Betrachtung der Realität abseits von Politik, Werbung und Medien zu verfassen.

 

Methodik und Quellennachweis

In die Betrachtung flossen nur die Zahlen des Jahres 2025. Aufgrund der in allen Regionen und Bereichen leicht steigenden Zahlen, die sich statistisch nicht signifikant unterscheiden, wurde auf die Betrachtung eines Jahrzehnts oder länger verzichtet, und quasi 2025 als “Modelljahr” gewählt. Das hat auch einen ganz praktischen Grund: die “Corona-Jahre” würden den Blick auf das Gesamtproblem verstellen. Ich denke wir können uns anhand stichprobenartiger Vergleiche darauf einigen, dass wir in Österreichs Tourismus den Einbruch im Rahmen der Pandemie mittlerweile überwunden haben, und an den Trend bis 2019 anschließen konnten.

Quellennachweis

Alle absoluten Zahlen die Bundesländer Österreichs betreffend wurden via Internet Recherche von Seiten der Statistik Austria extrahiert. Daraus ergaben sich dann die berechneten Werte “Nächtigungen pro Einwohner”, “Ankünfte pro Einwohner”, “Nächtigungen pro km² Fläche”, “Nächtigungen pro km² Dauersiedlungsraum”. Zum Thema “Dauersiedlungsraum” gibt es einige interessante Informationen u.a. auch auf den Seiten von Statistik Austria, insbesondere einen Beitrag zum Thema “Neuabgrenzung” aus dem Jahr 2008.

Die Zahlen für Südtirol (amtlich: Autonome Provinz Bozen-Südtirol) sind etwas komplizierter zu erklären. Während die Ankünfte und Nächtigungen für das Kalenderjahr 2025 in der Datenbank des Landesinstituts für Statistik ASTAT vorhanden sind, ist die aktuellste Zahl der Bevölkerung mit Stichtag 31.12.2024 ausgewiesen. Bei der Gesamtfläche, die Südtirol in Hektar ausweist, so wie alle Flächenangaben Südtirols, stammt die Zahl aus 2022, und die Berechnung des tatsächlichen Dauersiedlungsraums erfolgte durch Summierung der Zahlen “Besiedelte Fläche”, “Erschließbares Dauersiedlungsgebiet” und “Erschlossenes Dauersiedlungsgebiet”. Auch diese drei Zahlen stammen aus dem Jahr 2022. Damit kommen wir ungefähr auf einen Wert, der sich mit dem mehrfach in Publikationen zu findenden Wert von etwa 5,5% bewohnbarer Fläche in Südtirol deckt.

Diese nun ausgeführten Unschärfen wären für eine wissenschaftliche Publikation möglicherweise nicht ausreichend genau, für unsere Betrachtung hier dürfte jedoch die sich ergebende Ungenauigkeit unter der statistischen Signifikanz liegen und entsprechend nur eine untergeordnete Rolle spielen. Die Links zu den Quellen finden Sie am Ende des Beitrags.

Warum Südtirol?

Und gewiss wird irgendwann die Frage auftauchen, weshalb in diesen Charts Südtirol ist, und warum es eine Zeile gibt, die Tirol und Südtirol zusammenfasst. Das hat verschiedene Gründe. Ein Grund liegt darin, dass ich leider keine Zahlen für die Euregio Tirol-Südtirol-Trentino finden konnte, zumindest keine belastbaren. Weiters ist es so, dass es genügend Tirolerïnnen gibt, die ganz Tirol als ihre Heimat betrachten, und damit auch die Belastung der Gesamtheit dieses subjektiven Heimatempfindens eine Rolle spielt.
Aber der wichtigste Punkt ist: die größte Gruppe an Gästen in Südtirol kommt aus Deutschland, mit Respektabstand gefolgt von Italien. Danach kommen Schweiz und Liechtenstein (zusammengefasst) und dann auch schon Österreich, gefolgt von den Niederlanden. Abgesehen von den Gästen aus Italien fährt also der Großteil der Südtiroler Gäste durch das österreichische Bundesland Tirol. Das ist eine Belastung, die ich ebenfalls sichtbar machen wollte.

Benutzungshinweise

Man kann durch Klicken auf die jeweilige Legendenbeschriftung einzelne Bundesländer/Gebiete deaktivieren, und somit einen Überblick bekommen über z.B. alles ohne Südtirol. Methodisch sinnvoll ist beim gewählten Kreisdiagramm natürlich nur, dass man Tirol und Südtirol nur dann anzeigen lässt, wenn der Datenpunkt “Tirol + Südtirol” ausgeblendet ist, und vice versa. Startzustand ist: Tirol + Südtirol wird anzeigt, und die jeweils separaten Datenpunkte für Tirol und Südtirol sind ausgeblendet.

 

Interpretation

Die Zahlen belegen eindrücklich die besondere Belastung der Tiroler Bevölkerung diesseits und jenseits des Brenners. Insgesamt lassen die Zahlen den Osten Österreichs touristisch gesehen nicht gut ausschauen.
Wien schafft es immerhin, aufgrund seiner geringen Gesamtfläche, bei den Nächtigungen pro km² auf den ersten Platz zu springen. Bei den Nächtigungen pro km² Dauersiedlungsgebiet sieht die Sache schon wieder ganz anders aus! Schließlich kann man quasi in ganz Wien die Fläche entweder zur Bebauung oder zur Landwirtschaft nutzen. In Südtirol sind dies lediglich ca. 5,5% der Gesamtfläche, ein dramatischer Unterschied, der sich selbstverständlich auch auf die verfügbare Verkehrsfläche auswirkt.

Aber nun lade ich Sie ein, mit den untenstehenden Charts und Zahlen ein wenig zu spielen. Man kann gar Erstaunliches herausfinden!

 

Ankünfte und Nächtigungen

Ankünfte

Übernachtungen

Bevölkerung und Fläche

Bevölkerung

Fläche in km²

Dauersiedlungsraum in km²

Ankünfte und Nächtigungen pro Einwohner

Ankünfte pro Einwohner

Nächtigungen pro Einwohner

Ankünfte und Nächtigungen je Fläche

Nächtigungen pro km² Dauersiedlungsraum

Nächtigungen pro km² Gesamtfläche

 
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